Liebe Leserin, lieber Leser,
 
ein außergewöhnlich schwieriges Jahr liegt hinter uns. Es stand ganz im Zeichen einer Pandemie, die im Dezember ihren Höhepunkt erreicht hat. Unser Gesundheitssystem hat sich als gut aufgestellt bewiesen. Jetzt, wo die Infektionszahlen ihren Höchststand erreichen, werden aber auch bei uns die Intensivbetten knapper. Daher bedarf es einer großen nationalen Kraftanstrengung aller, damit unser Gesundheitssystem nicht kollabiert und damit das Infektionsgeschehen wieder abklingt. Dennoch können wir hoffnungsvoll in dieses neue Jahr starten: Die Impfstoffentwicklung war erfolgreich. Ein in Deutschland entwickelter Impfstoff hat die Zulassung erhalten und die ersten Impfungen haben nach Weihnachten begonnen. In den nächsten Monaten werden zunächst die Menschen geimpft, die wir besonders schützen müssen: Die älteren Menschen sowie die Menschen mit Vorerkrankungen.
 
Ich höre oft die Sorge, dass der Impfstoff sehr schnell entwickelt und daher sicherlich nicht richtig ausgetestet und erprobt sei. Ich kann beruhigen: Die Entwicklung von den mRNA-Impfstoffen, die jetzt zur Anwendung kommen, war bereits vor dem Auftreten des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 weit fortgeschritten. Sie wurden somit nicht von Grund auf neu entwickelt, sondern nur an den neuen Erreger angepasst. Zudem wurden einige Studienphasen zeitgleich durchgeführt und nicht, wie sonst üblich, nacheinander. Der gemeinsam von den Firmen Biontech und Pfizer entwickelte Impfstoff wurde an über 44.000 Probanden getestet. Es wurden bzw. werden für die Corona-Impfstoffe keine Forschungs- oder Erprobungsvorgaben ausgelassen. Während bei vielen herkömmlichen Impfstoffen das Antigen selbst injiziert wird (abgeschwächter Virus oder Viren- Bestandteil), so liefert ein mRNA-Impfstoff dem Körper nur die genetische Information, damit der Körper das Antigen bei Bedarf selbst bilden kann. Die mRNA kommt nicht mit dem menschlichen Genom, das im Zellkern liegt, in Kontakt. Eine Integration von RNA in DNA ist aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich. Befürchtungen, die Impfung könne das menschliche Erbgut verändern, sind also unbegründet.
 
Es ist jetzt wichtig, die Pandemie schnell zu stoppen. Wenn mehr als 60 Prozent der Menschen geimpft sind, findet der Virus nicht mehr genügend Wirte, um sich weiter ausbreiten zu können. Daher ist es wichtig, dass die Menschen dem Impfstoff bzw. den Impfstoffen vertrauen und sich impfen lassen.
 
Weihnachten hat im letzten Jahr für viele anders stattgefunden als gewohnt – oftmals konnten sich nicht alle Familienmitglieder in der Weise treffen, wie es Tradition war. Ich hoffe dennoch, dass Sie besinnliche Weihnachtstage verlebt haben und aus der Weihnachtsbotschaft Kraft und Hoffnung in das neue Jahr mit hineinnehmen!
 
Im vergangenen Jahr haben wir alle bewiesen, dass wir Unsicherheit aushalten und an Krisen wachsen können. Mit diesem Mut machenden Fazit wünsche ich Ihnen alles Gute für 2021, vor allem gute Gesundheit!
 
Im Dezember 2020 wurde ich mit 95,4 Prozent erneut zur CDU-Direktkandidatin für die nächste Bundestagswahl für den Wahlkreis 186 nominiert. Für dieses tolle Ergebnis bin ich sehr dankbar. Es ist für mich ein großer Ansporn und Rückenwind. Im Frühjahr 2021 steht für uns Christdemokraten zunächst die Kommunalwahl im Fokus. Im September wird dann ein neuer Bundestag gewählt. Die Wahlkämpfe werden somit im Mittelpunkt auch meiner politischen Arbeit stehen und ich werde engagiert dafür kämpfen, auch über den Herbst hinaus diesen wunderbaren Wahlkreis weiterhin in Berlin vertreten zu dürfen.
 
Herzlichst
 
Ihre
Dr. Astrid Mannes MdB

Nach oben