Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert zwei weitere Drohnenforschungsprojekte mit insgesamt rund zwei Millionen Euro. Schwerpunkte sind die medizinische Versorgung - Transport von Medikamenten und Gewebeproben mittels Drohnen und zuverlässige Kommunikation zum Erfassen und Steuern von Drohnen als Bestandteil eines sicheren Luftraummanagements. „Drohnen verbessern das Leben der Menschen in der Stadt und auf dem Land - ob in der Verkehrssteuerung oder Logistik, für medizinische Transporte, Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft oder längerfristig als Flugtaxis. Damit in Zukunft möglichst viele Menschen davon profitieren können, haben wir einen Förderaufruf für innovative Drohnen-Projekte gestartet. Die Resonanz war enorm: Von mehr als 160 guten Vorschläge fördern wir jetzt zwei weitere Projekte mit rund zweiMillionen Euro. Medifly 2 will mit schnellen Drohnentransporten die medizinische Versorgung erleichtern. SU-COM entwickelt ein Kommunikationssystem, um Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite sicher steuern und  kontrollieren zu können. Deutschland ist hier Vorreiter, so geht Innovation Made in Germany. Um diese führende Rolle auch für die Zukunft zu sichern, starten wir nächstes Jahr ein neues Förderprogramm für innovative Drohnen-Projekte. 15 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Ich freue mich auf viele Vorschläge und gute Ideen!“, resümiert Bundesminister Andreas Scheuer.  

Unter den geförderten Forschungsunternehmen ist das vielfach ausgezeichnete Darmstädter Startup Wingcopter GmbH, das sich dem Ziel verschrieben hat, das Leben von Menschen durch sinnvolle kommerzielle und humanitäre Anwendung unbemannter Flugsysteme zu verbessern. Dazu übergab Bundesminister Andreas Scheuer heute den Förderbescheid i. H. v. rund 178.000 Euro an den Projektpartner. 
 
Die Darmstädter Bundestagsabgeordnete Astrid Mannes (CDU) freut sich, dass auch ein Unternehmen aus ihrem Wahlkreis von der Bundesförderung profitiert: „Mit dem erfolgreichen und mittlerweile weltbekannten Startup Wingcopter, haben wir in Darmstadt ein innovatives junges Unternehmen, das einen einzigartigen Schwenkrotor-Mechanismus für Multicopter-Drohen geschaffen hat und somit als zukunftsweisender Technologiepionier gilt. Ich freue mich sehr für das junge Forschungsteam und wünsche weiterhin viel Erfolg!“, erklärt die Politikerin.
 
Zu den geförderten Projekten:
SUCOM entwickelt ein Kommunikationssystem, mit dem Drohnen via Mobilfunk kritische Informationen an Bodenkontrollstationen und Unmanned Traffic Management Systeme sicher übertragen können. So sollen Drohnen u.a. Identifikation, Position, Flughöhe, Flugrichtung, Geschwindigkeit sowie die Positionsdaten anderer Luftfahrtteilnehmer übermitteln. Damit sollen Drohnen künftig sicher und effizient außerhalb der Pilotensichtweite gesteuert werden können. Die Zuverlässigkeit des Kommunikationssystems wird durch eine hohe Zahl an Testflügen mit mehr als 500 Flugstunden unter echten Einsatzbedingungen getestet. Dabei sollen auch verschiedene Flug- und Ausweichmanöver vor statischen oder dynamischen Objekten erprobt werden. Dadurch können Flugbahnen optimiert und Kollisionen verhindert werden.
 
Projektpartner: Fraunhofer Heinrich-Hertz Institut, Wingcopter GmbH, Emqopter GmbH, CiS GmbH

Wingcopter GmbH aus Darmstadt
Dank ihres einzigartigen, patentierten Schwenkrotor-Mechanismus übertreffen die elektrisch angetriebenen Wingcopter bei weitem die Reichweite und Nutzlastfähigkeiten kommerzieller Multicopter-Drohnen. Wingcopter können wie Multicopter senkrecht auf kleinstem Raum starten und landen, fliegen aber lange Strecken genauso effizient und schnell wie Flächenflugzeuge. Hier-durch werden Reichweiten von bis zu 120 Kilometern und eine Guinness-Weltrekordgeschwindigkeit von 240 Stundenkilometern ermöglicht. Selbst bei kräftigem Wind bis zu 70 km/h oder schlechtem Wetter fliegt der Wingcopter autonom und zuverlässig. 

Nach oben