Zahl der funktionalen Analphabeten hat abgenommen

Copyright CDU Deutschlands  Markus Schwarze
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Die Zahl der Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren, die nicht richtig lesen und schreiben können, hat sich in den letzten acht Jahren in Deutschland um fast ein Fünftel verringert. Das dokumentiert die neue Grundbildungsstudie „LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität“, die von der Universität Hamburg anlässlich der Jahreskonferenz der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung 2016 - 2026 (AlphaDekade) vorgestellt wurde.

Rund 6,2 Millionen Erwachsene – und dabei handelt es sich mehrheitlich um Personen mit Deutsch als Herkunftssprache (52,6 %) – sind funktionale Analphabeten. 2011 waren es noch 7,5 Millionen Menschen. Auch die Zahl der Personen, die nicht mehr als funktionale Analphabeten gelten, sondern zusammenhängende Texte verstehen, aber dennoch nur sehr fehlerhaft schreiben können, hat sich von 13,4 Millionen auf 10,6 Millionen verringert. Die für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das Thema Alphabetisierung zuständige Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Mannes erklärt: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Es wird viel getan, um die Zahl der Analphabeten zu senken. Mit über 100 geförderten Projekten wurden den betroffenen Menschen viele Angebote gemacht, wie Alphabetisierungs- und Grundbil-dungskurse oder spezielle Lern-Apps. Die Enttabuisierung dieses Thema durch öffentliche Kampagnen hat Betroffene ermutigt, sich aufzumachen.“ Im Rahmen der AlphaDekade werden Unternehmen sensibilisiert, geringqualifizierten Beschäftigten arbeitsplatzorientierte Lern-angebote anzubieten. Bund, Länder und gesellschaftliche Partner setzen die vom Bundesbildungsministerium mit insgesamt rund 180 Mio. Euro geförderte „Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung 2016 - 2026“ um. Mannes: „Wir dürfen in unserem Bemühen nicht nachlassen. Die Zahl der funktionalen Analphabeten muss kontinuierlich weiter gesenkt werden.“

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