Position zur Abschaffung des Werbeverbotes für Schwangerschaftsabbrüche (Paragraph 219a Strafgesetzbuch)

Ungeborenes Leben hat eine eigene Rechtsqualität. Es ist verfassungsrechtlich geschützt. Wenn unser Grundgesetz von der unantastbaren Würde des Menschen spricht, so bezieht es das ungeborene Leben in vollem Umfange mit ein. Daher sind  Schwangerschaftsabbrüche nach wie vor rechtswidrig. Sie werden nur unter bestimmten Umständen straffrei gestellt.

Der Staat hat den Auftrag, ungeborenes Leben zu schützen. Gleichzeitig sind Gesetzgeber und  Gesellschaft in der Pflicht, die Nöte von schwangeren Frauen ernst zu nehmen und Hilfe anzubieten. Keine Frau darf in einer solchen Situation alleine gelassen werden!
Ein Abbruch ist für die betroffene Frau eine schwere Entscheidung und ein schwerwiegender unumkehrbarer Eingriff.  Deshalb ist die umfassende Beratung vor einem Schwangerschaftsabbruch verpflichtend. Nur in  einer umfassenden Beratung ist es möglich, all die Umstände und Bedenken für und gegen den Schwangerschaftsabbruch zu besprechen und darüber zu informieren, welche Möglichkeiten der Unterstützung es gibt. Denn eine tragfähige Entscheidung kann nur treffen, wer umfassend informiert ist. Deshalb ist die unabhängige Beratung so enorm wichtig! Diese unabhängige Beratung, die zu einer Entscheidung zugunsten des ungeborenen Kindes ermutigt, ist die Voraussetzung dafür, dass eine Abtreibung straffrei bleibt.

Im Rahmen dieser Beratung erhält die Schwangere auch Informationen, an welche Ärzte sie sich wenden kann, wenn sie sich gegen die Geburt des Kindes entscheidet und wie solche Eingriffe durchgeführt werden.
Derjenige, der berät, darf einen Abbruch nicht vornehmen. Die strikte Trennung zwischen Beratung und Durchführung der Abtreibung muss unbedingt beibehalten werden! Sie schließt Interessensvermischungen der Beratenden aus.  Ansonsten könnten diejenigen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und damit ihr Geld verdienen, in Verdacht geraten, nicht unvoreingenommen beraten zu haben.
Ein Schwangerschaftsabbruch ist keine normale medizinische Dienstleistung, für die in Anzeigen oder über das Internet geworben werden darf.

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