Interview mit Astrid Mannes

„Ich möchte eine ‚Dienerin der Region‘ sein!“

Interview mit der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Astrid Mannes – Seit fast zehn Jahren Bürgermeisterin in Mühltal

Redakteur: Guten Tag Frau Dr. Mannes, Gratulation zu Ihrem tollen Nominierungsergebnis als CDU-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Darmstadt am 18. November 2016. Es freut uns sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten. Unsere Leserinnen und Leser interessieren sich sehr für Sie als Person. Würden Sie sich daher bitte kurz einmal vorstellen?
Dr. Astrid Mannes: Ich wurde 1967 in Hilden im Rheinland geboren. Nach dem Abitur habe ich in Bonn Geschichte, Politische Wissenschaften und Öffentliches Recht studiert. Nach dem Studium habe ich u. a. acht Jahre lang als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag gearbeitet. Danach war ich in einem Ministerium, in einem Bildungsverband und bei der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau beschäftigt. 2007 wurde ich in Mühltal zur Bürgermeisterin gewählt, 2013 erfolgte die Wiederwahl.

Redakteur: Da Sie als Bürgermeisterin über große kommunalpolitische Erfahrung verfügen, ist es für uns sehr interessant, zu erfahren, in welchen Themenbereichen Sie als künftige Bundestagsabgeordnete Schwerpunkte setzen wollen.
Dr. Astrid Mannes: Nach fast einem Jahrzehnt als Bürgermeisterin schlägt das Herz natürlich stark für die kommunale Ebene und wird dies auch weiterhin tun. Ich möchte auch als Bundestagsabgeordnete ein Auge darauf haben, dass die Kommunen nicht ausbluten und mit immer neuen Vorgaben, Bestimmungen und Auflagen belastet werden. Ich möchte meine Schwerpunkte in Berlin zudem dort setzen, wo ich der Region Darmstadt/Darmstadt-Dieburg am besten dienen kann. Infrastruktur sowie Wissenschaft und Forschung werden hier wichtige Bereiche sein. Zudem liegt mir die Innere Sicherheit sehr am Herzen.

Redakteur: Gerade das Thema Verkehr und vor allem der Neubau einer ICE- bzw. Güterverkehrstrasse bewegen die Bürgerinnen und Bürger. Wie ist Ihre Position hierzu?
Dr. Astrid Mannes: Der ICE-Halt in Darmstadt ist ein wichtiger Faktor für die gesamte Region. Wir müssen nun einen Weg finden, diese direkte ICE-Anbindung so hinzubekommen, dass die Belastungen der Menschen durch zusätzlichen Lärm verträglich bleiben. Die Anbindung des Güterverkehrs von und in Richtung Mainz auf die Neubaustrecke muss im Einklang mit den Anliegerkommunen Büttelborn, Klein-Gerau, Griesheim, Weiterstadt und der Darmstädter Heimstättensiedlung geregelt werden! Optimaler Lärmschutz und Erhalt der natürlichen Lebensräume für Mensch und Tier haben dabei oberste Priorität. Es darf in der Region keine Gewinner und Verlierer des ICE-Haltes und der Güterverkehrstrasse geben. Hier müssen alle Akteure an den gemeinsamen Tisch, um sachlich das Für und Wider der verschiedenen möglichen Trassenführungen zu diskutieren und abzuwägen. Hierbei sehe ich mich als Vermittlerin der verschiedenen Interessen.

Redakteur: Sie wollen eine „Dienerin der Region“ sein, war zu lesen. Wie definieren Sie daher Ihre künftige Rolle im Bundestag in Berlin und im Wahlkreis?
Dr. Astrid Mannes: Ich möchte viel im Wahlkreis unterwegs und damit sichtbar und ansprechbar für die Menschen sein. Ich möchte die Sorgen und Anregungen der Menschen vor Ort aufgreifen. Gleiches gilt natürlich für Betriebe, Unternehmen und sonstige Einrichtungen. Auch will ich in engem Austausch mit den Kommunalpolitikern und Landespolitikern vor Ort arbeiten. Politik gelingt nur im Austausch und im Dialog.

Redakteur: Zum Abschluss habe ich noch eine Frage zu Ihren Wahl-kampfplanungen. Gibt es schon konkrete Ideen, wie Sie die Wählerinnen und Wähler von sich überzeugen wollen?
Dr. Astrid Mannes: Die Wahlkampfplanungen stehen noch ganz am Anfang. Ich wurde ja erst vor wenigen Wochen nominiert. Aber eines ist klar: Man überzeugt die Wähler nicht mit Geschenken oder Wahlkampfpartys. Ein Kandidat überzeugt vielmehr mit seiner Persönlichkeit, Erfahrung und Kenntnissen. Es ist wichtig, dass ein Politiker nicht nur reden, sondern auch zuhören kann und verlässlich ist. Ich werde so handeln wie auch in meinen neun Jahren als Bürgermeisterin. Ich werde eine Politikerin zum Anfassen sein, die auf die Menschen zugeht und sie ernst nimmt. Durch mein Tun und Handeln will ich Vertrauen erarbeiten.
Zudem hat die Bundesregierung unter Führung von Angela Merkel viel vorzuweisen. Wirtschaftlich steht Deutschland sehr gut da. Die Arbeitslosenzahlen sind die niedrigsten seit 25 Jahren und die niedrigste aller EU-Länder. Die Renten sind gestiegen, die Familien wurden entlastet und die Neuverschuldung ist gestoppt.

Redakteur: Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und das nette Gespräch, Frau Dr. Mannes.
Dr. Astrid Mannes: Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen und uns allen ein erfolgreiches Jahr 2017!

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